History
Ludwig Edlauer sen.
Unser Gerbereibetrieb befindet sich in der ältesten Stadt Österreichs und stammt aus der Mitte des 14.Jhdt.
Historisch wurde der Betrieb als „Oberes Weissgerberhaus 17" bezeichnet und wurde 1921 von meinem Grossvater Ludwig Edlauer sen. um 200.000 Kronen vom Gerber Nossan gekauft.

Mein Vater Ludwig Edlauer jun. übernahm
den elterlichen Betrieb 1970.










Seit 1988 führt nun Gerbermeister und Tontechniker Werner Edlauer mit seiner Gattin Dipl. Grafikerin Johanna  Edlauer
die Gerberei, den Handel und ein Tonstudio.

Die Gerberei Edlauer ist ein traditioneller Handwerksbetrieb und beschäftigt durchschnittlich fünf Mitarbeiter-Innen.
Die Überlebensstrategie ist die enorme
Vielseitigkeit und Freude am Beruf .










Es wurden seither Sohlenleder, Oberleder, Bekleidungsleder, Sämischleder, Pergamente und Pelzfelle erzeugt.

Die Bereinigung der Gerberbranche in den Neunzigern des vorigen Jhdt. hat Spuren hinterlassen.
Im 20.Jhdt. schrumpfte die Gerberbranche von
650 Betrieben auf 40 Gerbereibetriebe.

Jedoch hat die Ökologisierungs- und Ökonomisierungsphase auch viele Vorteile aufgezeigt und der Betrieb hat bereits einen Umweltpreis gewonnen. Seit etwa 40 Jahren widmen wir uns verstärkt der Pergamenterzeugung für Trommelfelle ,
Urkunden, Prothesen, und Lampenschirme. Weiters Sämischleder für Trachtenbekleidung und Lammfelle für den Gesundheitsbereich. Der Handel mit Leder und Pelzbekeidung sowie die Reinigung,Reparatur und Service von Bekeidung sind ein
wichtiges Standbein der Gerberei Edlauer.










Seit 1990 betreibt Werner Edlauer professionell im Gerbereigebäude ein Tonstudio mit modernster Technik auf über 150 qm.
www.buzo-records.com
Dadurch können natürlich die hochwertigen Trommelfelle
auch gleich getestet werden.

CD Produktionen wie SANZA -Doubtless-Living und BRUUL avec MANSA CAMIO „Live" und eine Conga-Schule auf CD samt Buch, zeigen von der Qualität der Aufnahmen und der Trommelfelle.
Ludwig Edlauer junior mit
Werner Edlauer
Gerberei 1922
Gerberei 1929
VOM FELL ZUM LEDER

Hier befanden sich im Mittelalter mehrere Weißgerbereien, in denen man Tierhäute mit Rinde, Alaun oder dem Tran von Meeresfischen so bearbeitete, daß sie im trockenen Zustand nicht brachen und in feuchtem Zustand nicht zu faulen begannen. Das Gerben einer Rinderhaut konnte bis zu eineinhalb Jahre in Anspruch nehmen. Aus dem Leder fertigte man Schuhe und Kleidung an. Die Vorläufer der Lederer waren zu Teil in prächtigen Bürgerhäusern untergebracht. Im 15. Jahrhundert gab es in Enns insgesamt fünf Ledereien, die Alle - nicht zuletzt wegen der Gerüche, die beim Gerben entstanden - hier vor dem
Stadtzentrum angesiedelt gewesen sein dürften.
Eine Gerberei besteht heute noch.

Geschichtlicher Auszug der Stadt Enns